Auf einem schwimmenden Hotel ,dem traditionellen Gulet, in einer gemütlichen Runde von Freunden, Familie oder Gleichgesinnten, erleben Sie die traumhafte Verbindung von Sonne, Meer, Kultur und Erholung. Sie fahren entlang der lykischen Küste und entdecken herrliche Buchten. Sie baden,schnorcheln im glasklaren Wasser… sind weit weg vom Alltag, aber auch weit weg von den überfüllten Tourismuszentren. Der Kapitän führt Sie von einem versteckten Fischerort zu einer im Meer versunkenen Stadt, zu malerischen und belebten Kleinstadthäfen und nachts wieder an idyllische Buchten. Natürlich können Sie die Nacht in einer komfortablen Doppelkabine verbringen aber es ist ein Erlebnis an Deck unter dem herrlichen Sternenhimmel zu schlafen. Die Meeresbrise streichelt Sie angenehm und lässt ihrer Seele freien Lauf. Das Essen an Bord gehört genauso wie die Antike oder die Naturschönheiten zu den Highlights der Seefahrt. In meist kleinsten Küchen werden delikate Gerichte der mediterranen Welt gezaubert und auf die herzlichste Art serviert. Ein wenig Unterhaltung hat die Crew für Sie sicher immer bereit. Ob es ein Tavlaspiel ist, eine Riesen-Meeresschildkröte im Wasser erblickt wurde oder etwa eine kleine Vorführung… etwas Überraschendes ist bei der Blauen Reise immer dabei. Vom frühen Morgen zum Sonnenuntergang, vom ersten bis zum letzten Tag werden Sie jeden Moment einfach geniessen.

Wie die Blaue Reise erfunden wurde
Cevat Sakir Kabaagacli ist ein 1925 aus İstanbul in die Verbannung, nach Bodrum, geschickter Zeitungsschreiber gewesen. Er hatte in einem Bericht über Armeedeserteure geschrieben und seine Sympathie zu ihnen nicht verheimlicht. Somit wurde er vom Militärgericht verurteilt. Eine Verbannung in das damals sehr weltabgelegene Fischerdorf Bodrum war keine unerträgliche Strafe für ihn. Als er nach tagelangem Eselsritt in Bodrum ankam, begann seine grosse Liebe. Ort, Landschaft und Meer liessen ihn nicht mehr los. Bodrum war damals ein Fischernest ohne Strassenverbindung – aber mit vielen ungehobenen Schätzen aus alten Zeiten am Rande der Ägäis. So kam es das Cevat Şakir auch nach der Verbannungszeit in Bodrum blieb, seinen bürgerlichen Namen ablegte und Bücher über die Schätze des alten Halikarnassos schrieb. Als “Halikarnasos Balikçisi” (Fischer von Halikarnasos) berichtete er liebevoll über die Küste und die vorgelagerten Inseln. Er erzählte Geschichten und machte seine begeisterten türkischen Leser mit der griechischen Mythologie vertraut. Er freundete sich mit Fischern und Schwammtauchern an und mietete für seine Entdeckungsfahrten in den 50er Jahren einfache Fischer- oder Schwammtaucherboote. Seine Freunde, meist Schriftsteller und Maler aus İstanbul, waren eingeladen und trieben mit ihm wochenlang an der Küste entlang. Sie lebten einfach, angelten, fischten und backten selbst. In seinen Reiseberichten nannte er diese Fahrten “mavi yolculuk”, Blaue Reise. Die Freunde wurden immer mehr, die Boote immer grösser, komfortabler und nach seinem Tode (1973) führten seine Freunde die Tradition der “Blauen Reise” fort. Heute leben Tausende Einheimische zwischen Bodrum und Antalya von der Blauen-Reise als Bootsbauer und –Ausrüster auf den Werften, als Kapitäne, Köche und Matrosen an Bord.